Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Dienstarzt 87800

Der Weber-Versuch
dient dem Vergleich der Schallempfindung zwischen beiden Ohren bei Knochenleitung.
Man setzt die Stimmgabel auf die Mitte des Schädels auf. Der dabei über Knochenleitung wahrgenommene Ton wird entweder diffus wahrgenommen (bei annähernd seitengleichem Gehör, auch bei seitengleicher Schwerhörigkeit!) oder so als ob er von einer Seite käme (Lateralisation).
Für eine Lateralisation gibt es prinzipiell zwei mögliche Ursachen:

- Bei einem einseitigen Innenohrschaden wird auf die Seite des intakten Innenohrs lateralisiert.
- Bei einem einseitigen Mittelohrschaden wird auf die geschädigte Seite lateralisiert.

Rinne-Versuch
Der Rinne-Versuch vergleicht zwischen Luft- und Knochenleitung. Er liefert keine Informationen über Innohrstörungen.
Die Stimmgabel wird angeschlagen und hinter dem Ohr über dem Planum mastoideum aufgesetzt. Die Versuchsperson hört den Ton über Knochenleitung. Sie wird angewiesen, den Zeitpunkt ab dem der Ton nicht mehr hörbar ist, dem Untersucher mitzuteilen.
Daraufhin wird die noch schwingende Stimmgabel vor die Gehörgangsöffnung gehalten.

- Der Schalleitungsgestörte hört den Ton nicht wieder -> "Rinne negativ".
- Bei intaktem oder nur geringfügig geschädigtem Mittelohrapparat wird der Ton wieder wahrgenommen ->"Rinne positiv”


Quelle: http://www.univie.ac.at/neuro-physio/praktikum/links/4/43.html